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Wasserstoff / H2

Saubere Verbrennung mit Wasserstoffbrenner

 

Der Dortmunder Spezialist für Wärmetechnik GoGaS Goch GmbH & Co. KG hat einen Wasserstoffbrenner entwickelt, der unter Nutzung der Porenbrenntechnologie eine extrem saubere Verbrennung möglich macht. Diese erfolgt in einem porösen Keramikschaum, wobei jede Pore im Schaum eine eigene Reaktionszelle darstellt.

Außer Wasser entstehen Stickoxide als Verbrennungsprodukt nur noch im Spurenbereich. Gegenüber einem Erdgasbrennerhat der Wasserstoffbrenner einen mehr als doppelt so hohen Wärmeübergangskoeffizient, das heißt, der Aufheizvorgang dauert nur noch halb so lange.

Diese Technologie ist bereits jetzt geeignet, um Stahlwerke weitestgehend CO2-neutral zu gestalten. Aber nicht nur Erwärmungs- oder Umformprozesse im Stahlbereich können damit nachhaltig und klimaschonend abgebildet werden.

Technologie zur Technologie zur Brennstoffunabhängigkeit

In einem weiteren ZIM-Forschungsprojekt gemeinsam mit dem KIT (KarlsruherInstitut für Technologie) wird an einem umschaltbaren Brenner gearbeitet, der sowohl mit Erdgas als auch mit Wasserstoff arbeiten kann. Diese neueTechnologie macht den Brenner unabhängig vom angebotenen Brennstoff.

Diese neuartige Brennertechnik steht darüber hinaus im Fokus des EU-Forschungsprojektes ECCO. Hierbei wird der Prozess der Bandbeschichtung deutlich nachhaltiger gestaltet. Das Verfahren der Bandbeschichtung wird in einem großen Teil der industriellen Stahl- und Metalllegierungsproduktion angewandt und ist mit großen Anlagen und einem hohen Primärenergieverbrauch verbunden.

Im Rahmen des ECCO-Projektes wird der Energiebedarf um circa 80 Prozent, die CO2-Emissionum circa 65 Prozent und der Platzbedarf der neuen Technik um 50 Prozent gesenkt. 2021 geht eine Demonstrationsanlage in Italien beim Projektpartner für Walzwerktechnologie Globus SRL im Produktionsmaßstab in Betrieb.

Ziel hierbei ist, das neue Verfahren im Produktionsmaßstab zu testen und nachzuweisen, dass im Vergleich zuden heutigen anerkannten Verfahren keine Qualitätseinbußen erfolgen. Das neue Verfahren soll so „salonfähig“ und anerkannt werden.

Textauszug ProduktionNRW / VDMA e.V.

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